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Samstag, 19. Februar 2011

Brief an Merkel: Italienisches Museum bittet um Asyl in Deutschland

Wie verhindert man Kunst und Kultur? Ein Museumsmanager in Kampanien sieht keine Persepektive mehr. Die Camorra arbeitet mit Einschüchterung.

Die Kleinstadt in Kampanien nennt sich "Kunststadt" und darf deshalb Sonntags die Läden öffenen. Man bekommt Gelder von der EU für die Kulturarbeit, doch nichts kommt bei dem ehrenamtlich aufrechterhaltenen Museum an, berichtet die Sueddeutsche.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Ein Ska-Album für einen Anti-Mafia-Aktivisten (tot)

Unbekannte Opfer gibt es viele; für einen Märtyrer braucht es jedoch Ruhm. Eine italienische Ska-Band widmet die Lieder ihres neuen Albums nun Giuseppe »Peppino« Impastato, der auf Sizilien einem Flughafenausbau im Wege stand und offen gegen die Mafia opponierte.

Das Buch über Impastato wurde von seinem Bruder in Deutschland bereits vorgestellt.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Montag, 31. Januar 2011

Master in Mafiakunde - Anti-Mafia-Universität soll in Kalabrien gegründet werden

In Limbadi soll die erste Anti-Mafia-Universität entstehen. Die Vereinigung "Riferimento", die 1995 von dem Anti-Mafia-Richter Antonino Caponnetto gegründet wurde, profitiert hierbei von Beschlagnahmungen von Mafiabesitz und hat eine geräumige Villa in zur Verfügung gestellt bekommen. Diese war noch vo kurzem im Besitz der Familie Mancuso.

Freitag, 24. Dezember 2010

Die Vatikanbank und ein italienisches Sachbuch

Wer hätte das gedacht: Ein Sachbuch von Gianluigi Nuzzi mit veröffentlichten Dokumenten eines postumen Whistleblowers zur Vatikanbank könnte Auslöser für die Entlassung von Angelo Caloia gewesen sein, der die Bank seit den Skandalen der 80er Jahre leitet. Doch gegen seinen Nachfolger, Ettore Gotti Tedeschi, der laut süddeutscher Zeitung dem erzkonservativen Opus Dei nahesteht, wird bereits wieder wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt.

Dienstag, 30. November 2010

Die Struktur der Camorra und die Faszination der Mafia

Zum Anlass seines neuen Buches gibt der neapolitanische Ex-Staatsanwalt Raffaele Cantone dem Tagesspiegel ein Interview. Er bestätigt noch ein mal die verschiedenen Organisationsformen der drei größten Mafia-Organisationen. Kurz: Cosa Nostra hierarchisch mit Spitze (Im Moment Matteo Messina Denaro), 'Ndrangheta dezentral und familiär geprägt und Camorra mit "pulverisierte Struktur".

Donnerstag, 18. November 2010

Mafia-Opfer will seine Organe verkaufen.

Es sei die letzte Lösung, seine Familie zu ernähren, da er keine Aufträge in der Region um Agrigent im Süden Siziliens bekomme. Er ist Mitbegründer von Libera Terra und hatte Erpresser konsequent bei der Polizei angezeigt. Nun meidet in ausgerechnet die öffentlich Hand. Ein Zufall? Der Clan von Agrigent gilt als einer der brutalsten der Cosa Nostra. Dass es noch Organe zu verkaufen gibt, muss hier als Erfolg gewertet werden.

Freitag, 12. November 2010

Das Buch "Mafia Export" wird verboten

Der Klage zweier Italiener in Deutschland gegen ihre Erwähnung in dem Forgione-Buch Mafia Export wurde vom Münchener Landgericht stattgegeben. Es sah einen Bericht des BKAs und eine eidesstattliche Versicherung eines italienischen Staatsanwalts für nicht ausreichend an, die Mafiazugehörigkeit der zwei Betroffenen zu behaupten. Das Buch "Mafia Export - Wie 'Ndrangheta Cosa Nostra und Camorra die Welt erobern" darf vom Riemann-Verlag nicht mehr ausgeliefert werden.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Ein einfacher Mann im persönlichen Kampf gegen die Mafia

Der Verien "Mafia? Nein Danke!", der sich nach den Duisburg-Morden gegründet hatte, hatte den Sizilianer Giovanni Impastato zu Gast, der sich gerade auf einer Lesereise für sein Buch »Resistere a Mafiopoli« (Mafiopoli widerstehen) in Deutschland befindet. Seinen Bruder Peppino hatte die Cosa Nostra mit einer Bombe am Körper auf Schienen festgebunden und in die Luft gesprengt.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Die italienische Kirche und der neue Gegner 'Mafia'

Radio-Vatikan berichtet über den Kampf der katholischen Kirche gegen die Mafia. Aus Neapel werden konkrete Maßnahmen berichtet. Mafia-Bosse sollen nicht mehr an Messen teilnehmen dürfen - auch wenn gerade diese die größten Spender in kleinen Gemeinden sind. Bleibt abzuwarten, ob dieses Anordnung in der italienischen Realität ankommt.

Mafia-Boss in Hamburg gefasst

So ein Nachtrag der Welt, die dieses vom Spiegel erfahren haben will.

Ein Boss des Camorra Clans Rinaldi-Reale, Salvatore Rinaldi, wurde in Hamburg-Barmbek im Februar in einer Pizzeria verhaftet.

Samstag, 2. Oktober 2010

Reportage über die Mafia in Neapel, Kalabrien und Sizilien

Die ZDF-Reportage "Das Gesetz des Schweigens - Auf den Spuren der Mafia in Italien" von 2008 verschafft einen guten Überblick über die Verankerung der 3 großen Mafia-Organisationen im italienischen Alltag (ausgenommen Stidda und Sacra Corona Unita). Leider wird die Mafia mit keinem Wort als global player beschrieben und auch der Aspekt "Weiße Mafia" mit seinem Milliardenschweren Investitionsvermögen wird an keiner Stelle beleuchtet. die Mafia wird also auf ein italienisches Problem reduziert.

Sonntag, 26. September 2010

Demonstration gegen die 'Ndrangheta

In Reggio Calabria hat eine Lokalzeitung eine Demonstration gegen die Mafia organisiert. Anlass war der Bombenanschlag auf den Staatsanwalt in Reggio Calabria, Salvatore Di Landro. 40000 Menschen und auch Landro selbst folgten dem Aufruf, auf die Straße zu gehen und sich offen gegen die 'Ndrangheta zu stellen.